
Messrinnen

Messrinnen verengen den Querschnitt eines Fließgewässers so, dass ein Fließwechsel vom Strömen zum Schießen eintritt. Dadurch wird der Oberwasserspiegel vom Unterwasserspiegel entkoppelt und es kann anhand des Wasserspiegels im Oberwasserbereich die Durchfluss- bzw. Abflussmenge ermittelt werden. Ein typisches Beispiel ist der Venturikanal.
Hinweise
- Da der Wasserspiegel bereits beim Eintritt in das Venturigerinne abfällt, sollte er mindestens vier Gerinnebreiten (b) vor der Einschnürung gemessen werden
- Bei Rückstau fehlerhafte Messung (Oberwasserstand muss vom Unterwasserstand unbeeinflusst sein)
- Spezielle Rinnen (sog. Steckrinnen) für Schachteinbau verfügbar
Grenzen
- Geeignet für Durchflüsse von 0,7 l/s bis 1577 l/s
- Messunsicherheit ca. 3 – 5%
- Der Zufluss muss immer strömend sein
Vorteile
- Bewährtes Messsystem
- Verschiedene Baugrößen für unterschiedliche Durchflussbereiche
- Bei korrekter Montage relativ unempfindlich gegen Einflüsse im Oberwasserbereich
- Einfache Wartung und Reinigung
- Auch bei sedimentbefrachteten Gewässern bis zu einem gewissen Grad selbstreinigend
Nachteile
- Umfangreiche Baumaßnahmen notwendig; teurer als Messwehre
- Fehlermessung bei Rückstau
- Bei Versandung fehlerhafte Messung


