
Durchflussmessung in der Abwasserwirtschaft

Grundsätzliches:
Man unterscheidet kommunales Abwasser vom Industrieabwasser. Kommunales Abwasser enthält Regenwasser und häusliche Abwässer. Industrieabwasser enthält branchenbedingt organische Lösungsmittel und Säuren.
Für die Durchflussermittlung dieser Wässer stehen mehrere Verfahren zur Verfügung:
Hydraulische Verfahren:
- Messung der Wasserstände mit- und ohne Gerinnequerschnittsveränderung
- Mit kontrollquerschnitt: Veränderung des Solverlaufs (Abstürze, Wehre); Veränderung der Gerinnebreite (Venturikanal)
- Ohne Kontrollquerschnitt: Bestimmung des Durchflusses bzw. mittlere Fließgeschwindigkeit über das Energieliniengefälle
Bestimmung der mittleren Fließgeschwindigkeit:
Durchflossener Querschnitt multipliziert mit der Fließgeschwindigkeit Q = FxVm
- Ultraschallmessgeräte Laufzeit/Doppler
- Magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte (MID)
Abwasserabfluss:
Bei der Abfluss- bzw. Durchflussmessung in Kanalisationsbauwerken wird der Durchfluss nicht direkt gemessen, sondern im Fall der magnetisch-induktiven Durchflussmessung wird der Durchfluss nach dem Kontinuitätsgesetz als Produkt aus gemessener mittlerer Fließgeschwindigkeit v und dem durchflossenen Querschnitt A ermittelt.
Q = A* v .
Der durchflossene Querschnitt ist konstant bzw. wird konstant gehalten, in dem man bei nicht vollgefüllten Leitungen gedükerte MIDs und damit vollständig gefüllten Messquerschnitt verwendet.
Als Düker können an den MID angeflanschte nach oben geführte Abschlussbogen oder Steigleitungen verwendet werden.



